Dirk Lotze - Journalist
Neu bewertet: Gegner sind jetzt stärkste Kraft der Debatte um die Wuppertaler Bundesgartenschau

Stadt Wuppertal diskutiert über eine Bundesgartenschau / Meinung

Neu bewertet: Gegner sind jetzt stärkste Kraft der Debatte um die Wuppertaler Bundesgartenschau

index.jpg: 800x533, 121k (17. März 2022)


Von Dirk Lotze

Die Verantwortlichen von "Buga-so-nicht" haben am 21. Februar 2022 mindestens 13.249 gültige Unterschriften von Unterstützerinnen und Unterstützern vorgelegt. Davon geht die Stadtverwaltung Wuppertal aus, nachdem sie eine Stichprobe kontrolliert hat. Der Wert übertrifft nicht nur die Anzahl der erforderlichen Unterschriften für ein zulässiges Bürgerbegehren: Er übertrifft auch deutlich die Unterstützung durch Wuppertaler Vereine, auf die sich die Befürwortenden einer Bundesgartenschau in der Stadt für das Jahr 2031 berufen können. Den größten Anteil in dieser Gruppe stellen die Bürger- und Bezirksvereine mit rund 9000 Mitgliedern.

Gegnerinnen und Gegner der Gartenschau in der derzeit vorgeschlagenen Form haben anfangs der aktuellen Debatte angegeben, sie seien aus persönlicher Verbundenheit mit der naturnahen Königshöhe aktiv geworden. 13.249 Unterschriften sind aber nicht allein durch Anwohnende des dortigen Waldparks aufzubringen. Die Unterstützung für das Bürgerbegehren ist erkennbar zu einem Anliegen über die Grenzen der Nachbarschaft hinaus gewachsen. Gemessen am Rückhalt in der Bürgerschaft sind die Gegnerinnen und Gegner der Buga nun stärkste Kraft. Sie können im Bürgerentscheid ein Ergebnis herbei führen, das einem Ratsentschluss gleichsteht und auf zwei Jahre nur unter hohen Hürden nochmals geändert werden könnte. Abgehängt sind die Befürwortenden der Bundesgartenschau indes nicht: Sie haben eine Mehrheit der gewählten Stadtverordneten im Wuppertaler Stadtrat hinter sich.

16. März 2022

Symbolfoto: Sommerliche Mohnblumenwiese an der Wuppertaler Sambatrasse


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Zuletzt geändert am 17. März 2022