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Die Geschichte von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und der Büste eines NSDAP-Mitglieds

Die Geschichte von CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak
und der Büste eines NSDAP-Mitglieds

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22. Februar 2020. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak - der seine Partei gegen die Wahl eines linken Ministerpräsidenten positioniert sieht - habe 2017 in Iserlohn „dafür gesorgt“, dass die Büste des NSDAP-Mitglieds Fritz Kühn nach einer Baumaßnahme wieder aus dem Keller geholt und auf einem zentralen Platz aufgestellt wird, schreibt der Journalist Jörg Jung.

Man muss etwas suchen, um das als Nicht-Iserlohner zu verifizieren - aber es geht. Paul Ziemiak hat als stellvertretender Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion in Iserlohn am 21. Februar 2017 die nötige „Anfrage“ gestellt (der Link steht unten). Und er hat sich in der Diskussion dafür ausgesprochen: Das Stadtmuseum solle Informationen zu dem umstrittenen Ehrenbürger der Stadt anbieten, aber die Büste sollte unbedingt wieder an „ihren alten Platz“.

Jung verfolgte die Sitzung des zuständigen Iserlohner Ausschusses, der das entschieden hat. Die Redaktion der Festivalzeitung für das 27. Iserlohner Friedensfests schrieb in jenem Jahr: "Auf Drängen der CDU und der UWG-Piraten beschloss eine Mehrheit mit Hilfe der AfD, dass die Büste des NSDAP- Ratsherrn Fritz Kühn nach der Umgestaltung des Platzes wieder dort aufgestellt wird." Und nein, man werde das nie akzeptieren.

Die Büste soll seit ihrer Aufstellung Anfang der 1990er Jahre in Iserlohn umstritten sein. Während der Friedensfestivals sei sie mehrfach aus Protest mit Mülltüten verhüllt gewesen.

Dokumentation der Entscheidung im Hauptausschuss vom 21. März 2017:
Drucksache - DS9/1608 im Ratsinformationssystem der Stadt Iserlohn

... mit einem Link zur eingescannten Original-Anfrage der CDU-Fraktion.

außerdem:

Kurzbiographie von Fritz Kühn auf den Seiten der Stadt Iserlohn
und die Beschreibung und Positionierung des Friedensfestivals 2012:
Fritz Kühn - Wer war denn das?

Zuletzt geändert am 24. Februar 2020