Dirk Lotze - Journalist
Bundesgartenschau-Bewerbung: Stadtspitze drückt sich vor Protest

Schreiben

Stadt Wuppertal bewirbt sich um die Bundesgartenschau 2031

Bundesgartenschau-Bewerbung: Stadtspitze drückt sich vor Protest

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Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Dezernent Arno Minas (4. v. li.) führen die Bewerbungs-Kommission durch den Eingang am Johannisberg in die Wuppertaler Sparkassen-Zentrale - außer Sichtweite um eine Gegen-Demonstration herum.

Wuppertal. Zur Übergabe der Bewerbungsmappe für eine Bundesgartenschau 2031 in Wuppertal lotsten Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und der städtische Dezernent Arno Minas am 24. August 2022 die Kommission der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft über einen Umweg durch den Büroriegel am Johannisberg in die Sparkassen-Zentrale. Die Gruppe umging damit eine Protest-Demonstration von Unterstützenden der Initiative Buga-so-nicht vor dem Eingang am Islandufer - außerhalb der Sichtweite. Deren Standort war seit dem Vortag öffentlich bekannt.

Wuppertal bewirbt sich nach einem Bürgerentscheid um die Ausrichtung der Bundesgartenschau. Den Ausschlag gab eine Mehrheit der Befürworter-Stimmen, die 1,8 Prozentpunkte ausmacht. Im Stadtrat hingegen sind fast alle Fraktionen für das Großprojekt. Es soll Flächen in Vohwinkel und auf der Königshöhe im Stadtteil Elberfeld wesentlich verändern. Teilnehmende der Protest-Versammlung zeigten Plakate mit den Forderungen: "Bürgerbeteiligung jetzt!", "Erholungswald statt Hängebrücke", und der Feststellung: "Jeder Baum ist Klimaschutz". Buga-so-nicht teilte mit: "Abgesehen von der bis heute fehlenden Bürgerbeteiligung, ist eine Bundesgartenschau in Anbetracht von Klimanotständen, Hitze- und Trockenperioden, Krieg und massiv steigender Inflation, heutzutage - so wie von der Stadt geplant - nicht mehr tragbar."

Die Stadtverwaltung steht seit mehreren Jahren in Kontakt zur Bundesgartenschau-Gesellschaft. Mit einer Entscheidung für Wuppertal wird allgemein gerechnet.

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Für die Initiative Buga-so-nicht demonstrieren Unterstützende am Elberfelder Islandufer.
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Mit der Buga-Bewerbungsmappe im Sparkassenhochhaus (v. l. n. r.): Holger Bramsiepe vom Buga-Förderverein, Jochen Sandner, Geschäftsführer der Bundesgartenschau-Gesellschaft, Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Jürgen Mertz, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Bundesgartenschau-Gesellschaft.

Fotos: Dirk Lotze


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Zuletzt geändert am 28. August 2022