Dirk Lotze - Journalist
Stadtrat - Ayse Akarsu

Stadtrat

Ayse Akarsu

(SPD)

index.jpg: 1200x1602, 307k (10. Dezember 2020)

Stadtverordnete (Mitglied des Rats der Stadt Wuppertal)

Mitglied im Ausschuss für Finanzen, Beteiligungssteuerung und Betriebsausschuss WAW, im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Nachhaltigkeit, im Schul- und Bildungsausschuss und in der Ratskommission zur Begleitung und Steuerung des Pina-Bausch-Zentrums

Was ist Ihr persönlicher Hintergrund?
Ich bin gebürtige Wuppertalerin mit kurdischem Hintergrund, geboren 1999 und Studentin der Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität-Bochum (im folgenden RUB).

Ich arbeite am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht im digitalen Zeitalter an der RUB. Nebenbei tätig war ich für den Abgeordneten Alexander Vogt im Landtag NRW. Im Anschluss hieran habe ich die Tätigkeit beim Wuppertaler Abgeordneten Helge Lindh aufgenommen.

Ich engagiere mich zudem als Beisitzerin im Ortsverein Barmen sowie in den weiteren Arbeits-gemeinschaften unserer Partei.

Des Weiteren habe ich die Chance, als Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung mitwirken zu können. Darüber hinaus habe ich neben den Praktika in den unterschiedlichsten Bereichen an diversen, internationalen Projekten teilgenommen, die unter anderem Menschenrechte, sowie eine funktionsfähige Arbeitspolitik in Israel zum Thema hatten.

Was ist Ihnen wichtig?
Das Hinterfragen politischer Vorgänge begann bei mir bereits im frühen Kindesalter. Ich verstand häufig nicht, weshalb die Umstände so waren, wie sie nun waren oder weshalb gerade bestimmte Maßnahmen nicht rechtzeitig ergriffen worden sind. Dem bereitete ich mit dem Beitritt in die Partei und der hierdurch verbundenen Möglichkeit direkter Beteiligung ein Ende.

Der Grund, weshalb ich mich im Allgemeinen engagiere, ist schlichtweg mein Verantwortungsgefühl gegenüber der Gesellschaft. Das Unrechtsgefühl ist nahezu unerträglich. Deshalb ist es mein größtes Anliegen, die Maßnahmen zu ergreifen, die für unsere Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger am sinnvollsten erscheinen.

Ich sehe in den politischen Ämtern, sei es auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene, primär eine Art Sprachrohr-Aufgabe.

Man hat sich nicht in seiner eigenen Denkblase auszumalen, wie nun gegen das im Raum stehende Problem abschließend vorzugehen ist, sondern man lässt diejenigen zu Wort kommen, die letzten Endes hiervon betroffen sind.

Und das klappt meinem Empfinden nach auf kommunaler Ebene am ehesten. Hier können Sie unmittelbar in Erfahrung bringen "wo der Schuh drückt"!

Gleichzeitig ist es mir auch wichtig, junge Frauen mit Migrationshintergrund – die wahrlich ein seltenes Phänomen in unserer gesamten Politiklandschaft darstellen – im Stadtrat aktiv zu sehen.

Worauf werden Sie in der beginnenden Wahlperiode besonders achten?
Worauf ich besonders achten werde: Denjenigen Gehör zu verschaffen, die letzten Endes betroffen sind, und Rassismus niemals Raum zu lassen.

Als beispielhaftes Thema herausgegriffen: Was ist Ihre Einstellung zu Fridays For Future?
Was mag ich denn zu einem so schönen Teil unseres Zeitalters noch sagen?

Die Bewegung der Fridays-For-Future zeigt uns zum einen, dass ein hohes Maß an Selbstreflektion nichts mit dem Alter zu tun haben muss. Zum anderen erweisen sie den Respekt gegenüber den Wissenschaftlern, denen all die Jahre kein beziehungsweise nicht ausreichend Gehör verschafft wurde.

Das Schöne an dieser globalen Bewegung ist, dass es nicht erst bei der millionenhohen Subventionierung von besonders umweltfreundlichen Technologien beginnt, sondern bereits beim eigenen Konsum. Diese zwingende Sensibilierung unserer Bürgerinnen und Bürger muss zusätzlich im Fokus umweltpolitischer Belange stehen.

Sie stellen berechtigte Forderungen auf und es ist nun unsere Pflicht, diese umzusetzen! Unsere Politik ist nicht vielmehr als ein Konglomerat aus vielen verschiedenen Themenfeldern, die wir einander derart zuordnen müssen, dass alle sich in ihrer Wirkungsweise am stärksten entfalten können.

Bestimmen Sie mit und lassen Sie Ihre Stimme zuverlässig und gewissenhaft vertreten!

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Foto-Rechte: Jens Grossmann
Texte: Ayse Akarsu

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Zuletzt geändert am 10. Dezember 2020