Wahl 20 // Kurzporträts

Claudia Radtke

(Die Linke)

index.jpg: 1200x1596, 306k (01. Juli 2020)

Direktkandidatin für den Wuppertaler Stadtrat im Stimmbezirk Barmen 53 - Loh-Unterbarmen und über die stadtweite Reserveliste der Partei Die Linke - Listenplatz 3, Kandidatin ihrer Partei für die Bezirksvertretung Barmen - Listenplatz 1

Was ist Ihr persönlicher Hintergrund?
Ich bin Diplom-Verwaltungswirtin und habe bis Ende 2016 insgesamt 45 Jahre bei der Post gearbeitet, die letzten 17 Jahre als freigestellte Betriebsrätin, und habe mich für die Belange der Beschäftigten in einem börsenorientierten Unternehmen eingesetzt. Ich bin verheiratet und lebe seit Ende der 1990er Jahre in Wuppertal.

Seitdem bin ich auch Mitglied zuerst der Partei Die Linke. Von Anfang an habe ich mich im Vorstand der Partei engagiert und bin dann 2014 in den Stadtrat und die Bezirksvertretung Barmen gewählt worden.

Was ist Ihnen wichtig?
Als ich Ende der 1990er Jahre nach Wuppertal kam, wollte ich mich kommunalpolitisch engagieren, weil ich die soziale Ungerechtigkeit und die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich und das Gejammer darum immer schrecklicher fand. Ich wollte etwas tun, um dies zu ändern und zu verändern, so bin ich zur PDS gekommen. Mir ist ein lebens- und liebenswertes Wuppertal wichtig, in dem sich alle Menschen wohl und sicher fühlen. Egal welcher Herkunft sie sind, egal welche Schul- und/oder Ausbildung sie haben, egal wie viel Einkommen sie haben. Um das zu erreichen, brauchen wir bezahlbaren Wohnraum und eine öffentliche Daseinsvorsorge, die auch eine solche ist. Wir brauchen ein senior*innenfreundliches und barrierefreies Wuppertal.

Die Corona-Krise hat uns gezeigt, dass sie Menschen mit geringem Einkommen, Kleinselbständige und Bezieher*innen von Transferleistungen besonders hart trifft. Sie haben keine Reserven, aus denen sie schöpfen können. Aber sie brauchen eine Lobby, die für sie eintritt und sich für sie einsetzt. Das ist für mich wichtig. Natürlich ist mir die Umwelt und deren Erhaltung ebenso wichtig. Aus diesem Grund bin ich gegen eine weitere Bebauung von Randlagen. Sie zerstört nicht nur natürliche Ressourcen, sondern schafft nur Wohnraum für Besserverdienende. Wir brauchen aber bezahlbaren Wohnraum für Alleinerziehende, Familien, Senior*innen und Behinderte. Mir ist Solidarität und Mitmenschlichkeit sehr wichtig.

Worauf werden Sie im Wahlkampf Wert legen?
Ich freue mich im Wahlkampf auf die Gespräche mit den Menschen, auch wenn jetzt in der Krise noch nicht klar ist, ob und in welcher Form wir Infostände machen können. Dabei möchte ich von den Menschen wissen, wie sie ein lebens- und liebenswertes Wuppertal haben möchten. Ich möchte Nichtwähler*innen davon überzeugen, zur Wahl zu gehen, weil nur durch eine hohe Wahlbeteiligung dem wachsenden Rechtsradikalismus und Rechtsterrorismus begegnet werden kann. Deshalb bin ich auch über die heutigen digitalen Möglichkeiten sehr froh, weil wir dadurch trotz Corona mit den Menschen in Kontakt treten können. Aber da wird es auch schwierig, denn Menschen mit niedrigem Einkommen ist die digitale Welt oftmals verwehrt.

Als beispielhaftes Thema herausgegriffen: Was ist Ihre Einstellung zu Fridays For Future?
Ich finde die Bewegung Klasse. Endlich engagiert sich die Jugend, von der immer gesagt wird, sie sei nicht politisch, öffentlich und geht auf die Straße. Noch nie war das Thema Umwelt und deren Rettung so in aller Munde, wie in diesen Tagen. Auch wenn Corona der Bewegung einen Dämpfer versetzt hat, bin ich überzeugt, dass sie wieder aufleben wird. Es sind jetzt politische Entscheidungen und Maßnahmen möglich, auch in Wuppertal, die ohne die Bewegung Fridays For Future nicht möglich gewesen wären - beispielsweise die Einführung von 40er-Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der Carnaper Straße und der Briller Straße.

Kontaktmöglichkeiten
Facebook: https://www.facebook.com/claudia.radtke.31
Webseite: https://www.die-linke-wuppertal.de/
E-Mail: claradtke@t-online.de

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Foto: afi fotodesign / Die Linke

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Zuletzt geändert am 02. Juli 2020