Wahl 20 // Kurzporträts

Marcel Hafke

(FDP)

index.jpg: 1200x1602, 240k (09. September 2020)

Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Wuppertal

Was ist Ihr persönlicher Hintergrund?
Ich bin 38 Jahre alt, Wuppertaler, verheiratet und Vater zweier Töchter. Nach der Realschule und dem Fachabitur am Carl-Fuhlrott-Gymnasium habe ich eine Ausbildung zum Diplom-Versicherungskaufmann abgeschlossen und bin auch heute noch in dem Bereich selbstständig tätig. Seit über 20 Jahren engagiere ich mich zudem in der Politik: Auf kommunaler Ebene als Vorsitzender der Freien Demokraten in Wuppertal und seit 2010 als Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags. Als stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion sowie als Sprecher für Kinder und Familie und für Digitalisierung, habe ich die ehrenvolle Aufgabe, nach Kräften die Zukunft für NRW mitzugestalten. Mein Engagement auf zwei verschiedenen politischen Ebenen sehe ich dabei keinesfalls als Spagat, sondern als ideale Verbindung - was auf Landesebene geschieht, hat meist auch Auswirkungen auf Wuppertal. Andersrum nehme ich viele Eindrücke und Anregungen aus der Arbeit vor Ort mit in den Landtag. Ich bin überzeugt, meine Erfahrungen an dieser Schnittstelle gewinnbringend für unsere Stadt einbringen zu können.

Was ist Ihnen wichtig?
Wuppertal ist für mich, wie für so viele Menschen, Heimat und Herzensangelegenheit. In der langen Zeit meines kommunalpolitischen Engagements, musste ich aber leider immer wieder feststellen, dass eine echte Idee, eine selbstbewusste Vision für unsere Stadt fehlt. Das ist nicht nur bedauerlich, sondern hat auch in der Realität negative Auswirkungen: Gegenüber anderen Städten in NRW, Deutschland und Europa, die unter ähnlich schwierigen Vorzeichen gestartet sind, geraten wir weiter ins Hintertreffen. Dabei bin ich überzeugt: Wuppertal kann mehr. Besonders wichtig ist mir daher eine Stadtspitze, die sich wieder aktiv um die Stadtentwicklung, die Standortperspektive sowie echte Chancengerechtigkeit für die Bürgerinnen und Bürger einsetzt - auch gegen Widerstände.

Als beispielhaftes Thema herausgegriffen: Was ist Ihre Einstellung zu Fridays For Future?
Die FFF-Demos sind aus meiner Sicht in doppelter Hinsicht ein starkes Zeichen: Zum einen räumen die Demonstrantinnen und Demonstranten eindrucksvoll mit dem ohnehin merkwürdigen Vorurteil auf, junge Menschen würden sich nicht für Politik interessieren. Zum anderen zeigt sich deutlich, dass die Zivilgesellschaft sich Gehör verschaffen kann und verschafft. Für eine lebendige Demokratie ist das überlebenswichtig! Jetzt geht es aus meiner Sicht darum, weitreichende Forderungen auf der einen Seite und politisches Handeln auf der anderen Seite zusammenzuführen. Die Corona-Krise zeigt eines schmerzhaft deutlich: Ökonomie und Ökologie müssen zusammengedacht werden. Ohne wirtschaftliche Handlungsfähigkeit, ohne Jobsicherheit und -perspektive, dringen Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz nicht mehr durch zu den Menschen. Das ist nur allzu verständlich, denn der Alltag in der Krise ist für viele Bürgerinnen und Bürger von großen Unsicherheiten und Ängsten bestimmt. Statt jetzt also Marktwirtschaft und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen, müssen wir uns bewusst werden, welcher Weg mittelfristig echten Mehrwert bietet. Ich bin überzeugt, dass wir in Forschung, Bildung und Innovation investieren müssen, um Wohlstand zu sichern und zu generieren, der gleichzeitig auf nachhaltigere und ressourcenschonende Weise erwirtschaftet wird. Die Ideen sind da und jede Ebene - Wuppertal, NRW, Deutschland - kann etwas beitragen. Dabei helfen absolute Forderungen nicht, sondern nur mutige und optimistische Entscheidungen. Gemeinsam ist es möglich, Vorreiter zu werden.

Kontaktmöglichkeiten
https://marcel-hafke.eu/
Facebook: Marcel Hafke

Instagram: MarcelHafke

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Foto: Hafke
Texte: Die jeweilige, kandidierende Person

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Zuletzt geändert am 09. September 2020