Dirk Lotze - Journalist
Markus Stockschläder

Wahl 20 // Kurzporträts

Markus Stockschläder

(SPD)

index.jpg: 1200x1602, 257k (28. Juni 2020)

Direktkandidat für den Wuppertaler Stadtrat im Stimmbezirk Elberfeld 01 - Elberfeld-Mitte und über die stadtweite Reserveliste der Partei SPD - Listenplatz 35

Was ist Ihr persönlicher Hintergrund?
Mein Name ist Markus Stockschläder und ich kandidiere für die SPD im Wahlbezirk Elberfeld-Mitte. Nach Wuppertal bin ich im Oktober 2014 gezogen. Aufgewachsen und zur Schule gegangen bin ich im niedersächsischen Hildesheim. Mit meiner Frau wohne ich gemeinsam im Stadtteil Ostersbaum, zwischen dem Platz der Republik, der Nordbahntrasse und der Elberfelder Innenstadt. Wuppertal ist eine Stadt der Gegensätze, die sich für Außenstehende nicht sofort erschließt. Über Engagement an der Universität, etwa als Vorsitzender des AStA und als freier Autor für die Westdeutsche Zeitung bin ich in Wuppertal angekommen und fühle mich hier heimisch. Die Aufbruchstimmung in Wuppertal ist ansteckend, die Probleme sind leider trotzdem oft gravierend. Grund genug, selbst aktiv zu werden. Die Sozialdemokratie ist seit 2016 meine politische Heimat. Die Grundwerte Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit sind so aktuell wie eh und je und müssen sich insbesondere vor Ort beweisen. Im Rahmen des den Kommunen finanziell Möglichen sollte so viel wie möglich in die Erneuerung des Aufstiegsversprechens durch Bildung und die Wende zu einer sozial gerechten, ökologischen Wirtschaftsweise investiert werden.

Was ist Ihnen wichtig?
Kommunalpolitik spielte ehrlicherweise lange keine allzu wichtige Rolle in meinem Leben. Über das Engagement an der Universität, aber auch in meinem Ortsverein und die Berichterstattung für die Westdeutsche Zeitung wurde mein kommunalpolitisches Interesse geweckt. Letztlich ist es entscheidend, mit offenen Augen und Ohren durch das eigene Quartier zu gehen und zu schauen, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Die Probleme liegen oft sprichwörtlich auf der Straße, die Lösungen leider nicht. Hier mit unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch zu kommen und nach Verbesserungen zu sorgen – die durch die finanzielle Situation meist nicht leicht umzusetzen sind – finde ich anspruchsvoll und spannend. In Elberfeld-Mitte sind es die sozialen Gegensätze, die unmittelbar ins Auge springen. Wir müssen mit den Betroffenen arbeiten, etwa mit dem Café Cosa am Döppersberg und die Probleme nicht verdrängen. Wir müssen den Verkehrsfluss neu regeln, damit mehr Platz bleibt für Mensch, Aufenthalt und Radverkehr. Wir müssen den Einzelhandel stärken durch eine Aufwertung der Innenstadt.

Worauf werden Sie im Wahlkampf Wert legen?
Als Kandidat für Elberfeld-Mitte liegen die großen Themen quasi auf dem Tisch: Aufenthaltsqualität, Bildung, Wohnen, Mobilität. Die wachsende Attraktivität der Universität ist wundervoll. Wuppertal würde es gut tun, diese näher an die Stadt zu holen. Mit besseren Nahverkehrs-Verbindungen etwa. Gleichzeitig kommt mit wachsender Beliebtheit auch eine potenziell angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt hinzu. Wir müssen jetzt in den sozialen Wohnungsbau investieren, damit wir nicht die gleiche Spaltung wie in Düsseldorf oder Köln erleben. Wenn hoffentlich bald das Pina-Bausch-Zentrum wie geplant starten kann, müssen wir auch die Anbindung der Kultur an den Rest der Stadt sicherstellen. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass insbesondere Hofaue und Hofkamp von dem neuen Anziehungspunkt profitieren. Nicht zuletzt müssen wir viel mehr in Fuß-, und Radverkehr investieren. Wir sollten die Verkehrswende als riesige Chance begreifen. Für mehr Aufenthaltsqualität und Verkehrssicherheit. Dabei müssen wir aber klar benennen: Der Mobilitätswechsel muss gerade auch Berufspendlerinnen und -pendlern, die auf ihr Auto angewiesen sind, ermöglicht werden und darf nicht zu einer unstemmbaren, finanziellen Last werden. Elberfeld-Mitte hat durch seine vielfältigen Verkehrsmittel und seine zentrale Lage alle Möglichkeiten, Modell zu stehen für die Zukunft.

Als beispielhaftes Thema herausgegriffen: Was ist Ihre Einstellung zu Fridays For Future?
Fridays for Future hat den großen Verdienst, den Klimaschutz seit zwei Jahren auf die politische Agenda gebracht zu haben. Dafür kann man ihnen nur danken. Auch das "Corona-Konjunkturpaket" der Bundesregierung zeigt: Der Druck hat gewirkt. Die Milliardeninvestitionen werden in eine riesige Richtungsentscheidung gesteckt für neue Technologien. Ich bin unsicher, ob es das ohne Fridays for Future möglich gewesen wäre.
Am Ende müssen sich die Parteien entscheiden, ob und wie die Forderungen der Aktivisten umgesetzt werden (können). Mir persönlich ist wichtig, dass wir zum einen klare, staatliche Leitplanken bekommen, wie viel Kohlendioxid noch ausgestoßen werden darf und welche Regeln dafür aufgestellt werden müssen und zum anderen, dass die Maßnahmen sozial ausgewogen sind. Aber auch hierfür gibt es bereits gute Vorschläge. Fridays for Future Wuppertal habe ich bisher als gute Gesprächspartner kennengelernt. Auch auf kommunaler Ebene hoffe ich weiterhin auf Druck und Unterstützung für mehr Klimaschutz.

Kontaktmöglichkeiten
Instragram: https://www.instagram.com/stockschlaeder.wtal
Facebook: https://www.facebook.com/markus.wessels.9
Twitter: https://www.twitter.com/StockschlaederM
Webseite: https://www.spd-ostersbaum.de

Wahlbezirk Elberfeld 01 - Elberfeld Mitte // SPD // Wahl 20 in Wuppertal - Alle Kurzporträts

Foto: Lena Stockschläder

Berg und Tal - E-Mail-Newsletter zur Stadtpolitik
In den Verteiler eintragen und mitlesen

Zuletzt geändert am 29. Juni 2020