Wahl 20 // Kurzporträts

Rajaa Rafrafi

(Die Linke)

index.jpg: 1200x1580, 365k (02. Juli 2020)

Direktkandidatin für den Wuppertaler Stadtrat im Stimmbezirk Elberfeld 06 - Friedrichsberg und über die stadtweite Reserveliste der Partei Die Linke - Listenplatz 5, Kandidatin ihrer Partei für die Bezirksvertretung Elberfeld - Listenplatz 8

Was ist Ihr persönlicher Hintergrund?
Ich bin 44 Jahre alt, lebe in einer Patchwork-Familie und habe zwei leibliche und eine Stieftochter. Ich verbrachte meine Kindheit und meine Jugend in Doha/Katar und in Tunis/Tunesien. Mit 15 Jahren zog ich nach Remscheid, die Heimatstadt meiner Mutter. Auf der Remscheider Albert-Einstein-Gesamtschule erwarb ich die allgemeine Hochschulreife und absolvierte anschließend eine Ausbildung als Industriekauffrau bei einem ehemaligen Wuppertaler Unternehmen "Akzo Nobel Faser AG". Ich habe eine langjährige Berufserfahrung in den Bereichen Marketing und Controlling. Ende 2015 entschied ich mich, meinen Traum zu leben, und startete mein Studium auf dem zweiten Bildungsweg. Ich studiere aktuell Orientalistik/Islamwissenschaften und Französisch an der Ruhr-Universität Bochum und stehe kurz vor meinem Abschluss.

Jahrelang war ich im Betriebsrat tätig, engagierte mich für meine Kolleg*innen und bin bis heute Gewerkschaftsmitglied bei der IGBCE. Mein damaliges Engagement und mein Wille, für Gerechtigkeit zu sorgen, wollte ich auf politischer Ebene fortsetzen. So trat ich Sommer 2017 in die Linke ein.

Was ist Ihnen wichtig?
Als ich in den 1990er Jahren nach Wuppertal kam, erlebte ich eine gut funktionierende Stadt. Es gab zahlreiche Unternehmen, florierende Fußgängerzonen und ausreichend gut bezahlte Arbeitsplätze. Dies ging über die Jahre stetig zurück. Wuppertal ist in meinen Augen eine vielfältige Universitäts- und Kulturstadt. Ich möchte dazu beitragen, dass all diese positiven Aspekte wieder ein Teil Wuppertals werden, mit einer gesunden sozial-ökologisch-linken "Prise". Dazu gehören zum Beispiel eine verbesserte Infrastruktur des öffentlichen Personen-Nahverkehrs, modern und gut ausgestattete Kindergärten und Schulen und bessere generationsübergreifende Freizeitangebote für alle. Ich wünsche mir mehr Bürgerbeteiligung, denn ich lege Wert auf die Meinung meiner Mitmenschen.

Wuppertal ist eine interkulturelle Stadt. Rassismus hat weder hier noch sonst wo auf der Welt Platz. Rassismus muss von der Wurzel aus bekämpft werden. Diese fängt bereits in unserem Alltag an und endet mit der Diskriminierung unter anderem im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt. Um dieser Art von Benachteiligung entgegenzuwirken, möchte ich mich zum Beispiel für die Förderung von Mehrsprachigkeit, für anonymisierte Bewerberverfahren für den öffentlichen Dienst und für die Verstärkung des interkulturellen Dialogs einsetzen.

Worauf werden Sie im Wahlkampf Wert legen?
Ich suche den Dialog mit allen Wuppertaler*innen und höre ihnen genau zu. Denn dies ist die Grundlage für meine jetzige und zukünftige politische Arbeit. Aufgrund der Pandemie und der entsprechenden Einschränkungen setze ich verstärkt auf Facebook und Instagram. Gerne können mich die Bürger*innen über Facebook kontaktieren oder auf Wahlständen ansprechen.

Als beispielhaftes Thema herausgegriffen: Was ist Ihre Einstellung zu Fridays For Future?
Wenn ich Fridays For Future höre oder lese, denke ich sofort an den Satz "Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut".

Es freut mich sehr, dass das Engagement der Jugend mittlerweile generationsübergreifend Anerkennung findet und fortgesetzt wird. Das unterstütze ich bei Demonstrationen immer wieder gerne.

Kontaktmöglichkeiten
Facebook: https://www.facebook.com/rajaa.rafrafi.585
Instagram: https://www.instagram.com/rajaa.rafrafi
E-Mail : rajaarafrafi@hotmail.com

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Foto: afi fotodesign / Die Linke

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Zuletzt geändert am 03. Juli 2020