Gerichtsinsel - Nachrichten aus dem Justizzentrum Wuppertal

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Landgerichtsgebäude von 1854. Foto: Dirk Lotze
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Ausgewählte Sitzungen im Gerichtszentrum Wuppertal, Eiland

Donnerstag, 6. August 2020

09.00 Uhr, Saal J9SG, Landgericht Wuppertal: Diebstahl in Wuppertal
Berufung gegen einen Angeklagten aus Wuppertal. Ohne Fortsetzung.
 

10.00 Uhr, Saal J7SG, Landgericht Wuppertal: Bandenmäßige Wohnungseinbrüche in Heiligenhaus, Erkrath und Oberhausen
Voraussichtlich letzte Beweise und Zeugenaussagen. Der 34 Jahre alte Angeklagte soll Ende Februar 2014 aus Italien nach Deutschland eingereist sein, um mit Komplizen Wohnungseinbrüche zu begehen. Bei ersten Taten in Erkrath und Heiligenhaus hätten die Männer ihre Zusammenarbeit geprobt, um dann regelmäßig weitere Einbrüche zu begehen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten acht Taten vor. Die mutmaßlichen Komplizen müssen sich in eigenen Verfahren verantworten. Fortsetzungstermin. Ein weiterer bekannter Termin.
 

10.00 Uhr, Saal J12SG, Landgericht Wuppertal: Drogenbesitz in Solingen
Berufung der Staatsanwaltschaft gegen einen Angeklagten aus Solingen. Das Amtsgericht hatte in früherer Verhandlung nicht rechtskräftig vier Monate Bewährungsstrafe verhängt. Ohne Fortsetzung.
 

13.00 Uhr, Saal J12SG, Landgericht Wuppertal: Prügelattacke auf Freundin
Der 25 Jahre alte Angeklagter aus Solingen muss sich wegen einer Prügelattacke gegen seine damalige, fünf Jahre jüngere Partnerin verantworten. Er soll der Frau an einem Juliabend 2019 in ihrer Wohnung einen Bluterguss unter dem rechten Augen, weitere Prellungen im Gesicht und auf den Oberschenkeln zugefügt haben - mit Ohrfeigen und Faustschlägen. Der Frau zufolge drehte sich ein Eifersuchtsstreit um womöglich "verdächtige" Einträge in ihrem Telefon. Fortsetzungstermin. Letzter bekannter Termin.
 

Freitag, 7. August 2020

10.00 Uhr, Saal J7SG, Landgericht Wuppertal: Entführung und 500.000-Euro-Erpressung in Wuppertal
Der 25 Jahre alte Angeklagten aus Holland sollen mit einem Komplizen im Mai 2019 zwei Tage und zwei Nächte lang einen Kioskbetreiber aus Wuppertal verschleppt und gefangen gehalten haben. Laut Anklage entführten sie den Mann am 9. Mai 2019 aus seinem Ladenlokal am Berliner Platz in Oberbarmen und brachten ihn nach Holland. Ziel sei gewesen, von einem Bruder des Mannes 500.000 Euro zu erpressen, weil der angeblich Geld aus einem Drogengeschäft schulde. Das Opfer soll schwer misshandelt worden sein. Der Wuppertaler sei frei gekommen, nachdem seine Familie einen hohen Lösegeldbetrag bezahlte. Fortsetzungstermin. Drei weitere bekannte Termine.
 


Nachrichten-Ticker

Prozess um Kokainfund in Velberter Einfamlienhaus beginnt

Das Landgericht verhandelt gegen einen 43 Jahre alten Familienvater aus Velbert wegen Vorwürfen über schwere Drogenverstöße. Laut Anklage handelte der Mann über Jahre mit Kokain, um für sich und Angehörige einen gehobenen Lebensstandard zu finanzieren und um für einen möglichen Gefängnisaufenthalt vorzusorgen. Im Haus der Familie des Mannes sollen seine Drogen teils ungesichert herum gelegen haben. Seine zwei Jahre und vier Monate alte Tochter habe erhebliche Mengen davon konsumiert.
(Dienstag, 4. August 2020, 16.15 Uhr - Quelle: Landgericht)

Raubprozess: Gericht lässt Angeklagten auf Drogensucht untersuchen

In einem Prozess um einen Straßenraub mutmaßlich mit vorgehaltenem Klappmesser in der Solinger Stadtmitte lässt das Landgericht den 20 Jahre alten Angeklagten auf Drogensucht untersuchen. Laut Anklage überfiel der 20-Jährige im Januar 2020 nachts mit einem Komplizen zwei Passanten. Die Angreifer hätten zunächst nach Drogen gefragt und dann ihre Attacke begonnen. Dabei soll es zu der Drohung mit dem Messer gekommen sein. Der Angeklagte soll noch empört nachgefragt haben, nachdem er bei einem Opfer die Kleidung durchsucht und nur zehn Euro gefunden hatten: "Nicht mehr? Was soll das?" Die Polizei fasste den Angeklagten und den mutmaßlichen Komplizen wenige Minuten nach der Tat bei einer Kontrolle. Hinweise auf ein massives Drogenproblem ergaben sich laut vorsitzendem Richter aus einem Bericht des Gefängnisses, in dem der 20-Jährige derzeit einsitzt. Für eine mögliche Zwangseinweisung in den Entzug, neben einer Gefängnisstrafe, zieht das Gericht nun einen Psychiater hinzu. (1. Strafkammer, Vorsitzender: Dr. Bremer)
(Freitag, 31. Juli 2020, 14.40 Uhr)

Einbruchserie: Angeklagter (34) bessert Geständnis nach

In einem Prozess um eine regionale Serie von Wohnungseinbrüchen vom Frühjahr 2014 hat der 34 Jahre alte Angeklagte sein Geständnis erweitert. Er gibt nun fünf Anklagepunkte zu, statt zuvor vier. Er bestätigte zusätzlich, in einer Tätergruppe eine verantwortlichere Funktion übernommen zu haben, als bisher angenommen. Er regelmäßig Beifahrer bei den Diebeszügen gewesen. Vor der erweiterten Aussage hatte das Gericht dem Mann Mitschnitte abgehörter Telefonate vorgespielt. Der Mann bestätigte jeweils, einer der Gesprächspartner gewesen zu sein. Er benannte mutmaßliche Mittäter. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten acht Taten vor. Beute sollen jeweils Geld, Uhren und Schmuck gewesen sein - bei hohem Sachschaden an Türen, Fenstern und Einrichtung. Das Gericht will am 6. August 2020 weitere Beweise sichten und voraussichtlich Ende August Plädoyers anhören. (2. Strafkammer, Vorsitz: Müller)
(Freitag, 31. Juli 2020, 13.00 Uhr)

Psychisch kranker Beschuldigter nach Übergriffen zwangseingewiesen

Das Landgericht hat einen schwer psychisch kranken Beschuldigten (54) aus Remscheid auf unbestimmte Zeit als gemeingefährlich in eine geschlossene Klinik für Straftäter eingewiesen. Laut Urteil hat der Mann Pflegerinnen in einer psychiatrischen Fachklinik teils sexuell angegriffen. Zuvor war er in Altenpflegeeinrichtungen betreut worden, wo er gegen Frauen gewaltsam geworden sein soll. Aufgrund der fortgeschrittenen Erkrankung des Mannes ist die zwangsweise Unterbringung unumgänglich, stellte das Gericht fest. Es bestehe keine Aussicht auf Besserung. Der Mann soll durch extremen Alkoholmissbrauch erkrankt sein. Das Urteil ist noch angreifbar.
(Mittwoch, 29. Juli 2020, 13.53 Uhr)

Raubmord an Seniorin: 36-Jähriger soll lebenslang in Haft

Im Prozess um die Tötung einer 78 Jahre alten Rentnerin in ihrer Wuppertaler Wohnung soll ein 36 Jahre alter Angeklagter aus Remscheid lebenslang ins Gefängnis. Das Landgericht verurteilte den Mann wegen Raubmords. Einem teilweisen Geständnis zufolge hat der 36-Jährige die Frau in ihrem Zuhause im Wuppertaler Süden erstochen. Er war geflohen und hatte vorübergehend 1000 Euro erbeutet. Der Angeklagte kannte sein Opfer aus dem Familienkreis: Sie war Angehörige seiner getrennt lebenden Partnerin, mit der er zwei Kinder hat. Laut Staatsanwältin hatte die allein lebende Seniorin gegen den körperlich überlegenen und bewaffneten Mann keine Chance. Der Mann hatte sich gestellt, nachdem die Leiche zwei Tage später gefunden worden war. Seiner Version zufolge verlor er die Kontrolle, nachdem sie seine Bitte um Geld abgelehnt habe. Die Darstellung des Angeklagten ist durch eine Vielzahl von Spuren widerlegt, urteilte das Gericht und folgte dem Antrag der Staatsanwältin. Die sah eine im Voraus geplante Tat. (5. Strafkammer, Urteil noch nicht rechtskräftig)
(Mittwoch, 29. Juli 2020, 13.31 Uhr)

Landgericht verhandelt gegen 73-Jährigen wegen Kindesmissbrauchs

Das Landgericht verhandelt gegen einen 73 Jahre alten Angeklagten aus Wuppertal wegen mutmaßlichen Missbrauchs einer Enkelin. Laut Anklage soll die damals 13-Jährige zu Besuch bei den Großeltern gewesen sein. Der Angeklagte habe sie unter der Kleidung im Intimbereich angefasst und ihre Hand auf seinen Schritt gelegt. Er habe ausgenutzt, dass seine Frau für eine Runde mit einem Hund das Haus verlassen hatte. Das Gericht befragte die weiter minderjährige Enkelin zu ihrem Schutz unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Laut Mitteilung des Gerichts ergaben sich Unterschiede zu früheren Aussagen des Mädchens. Der vorsitzende Richter kommentierte: "Man könnte das so verstehen, dass sie den Angeklagten will. Vielleicht auch als Entgegenkommen." Der 73-Jährige schweigt im Prozess. Er gab an, nun getrennt von der Familie zu leben. Zur Fortsetzung der Verhandlung am Donnerstag (30. Juli 2020) wird das Gericht einen Ermittler befragen. Ihm gegenüber soll der Angeklagte die Tat bestritten und weitere Angaben gemacht haben. (1. Strafkammer)
(Dienstag, 28. Juli 2020, 12.56 Uhr)

Prozess um Krankenversicherungs-Betrug verschoben

Das Landgericht hat die Berufungsverhandlung gegen einen 55 Jahre alten Angeklagte in einem Betrugsprozess verschoben. Der Mann wurde bislang nicht rechtskräftig vom Amtsgericht verurteilt, weil er sich unter falschen Personalien und Versicherungsdaten in Krankenhäusern habe behandeln lassen. Die entsprechenden Rechnungen für insgesamt 11.340,20 Euro habe er nie vorgehabt, zu bezahlen. Neuer Termin ist Ende August 2020.
(Dienstag, 28. Juli 2020, 12.25 Uhr - Quelle: Landgericht)

Amtsgerichts bietet Terminbuchung online an

Das Amtsgericht bietet Termine für ausgewählte Arten von Rechtsangelegenheiten online an. Bürgerinnen und Bürger können sich über die Internetseite des Gerichts anmelden. Das gilt für Kirchenaustritte, die Beantragung von Beratungshilfe für das Honrar eines Rechtsanwalts oder für eine sogenannte Negativbescheinigung des Insolvenzgerichts. Unter dem Menüpunkt "Terminbuchung" gibt das Gericht jeweils Hinweise, welche Unterlagen mitzubringen sind.
(Montag, 20. Juli 2020, 6.00 Uhr - Quelle: Amtsgericht)


Gerichtsinsel-Infos

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Zuletzt geändert am 24. Mai 2020