Gerichtsinsel

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Landgerichtsgebäude von 1854. Foto: Dirk Lotze

Terminauswahl

gerichtstermine.jpg: 1200x309, 32k (16. Juli 2025)

Montag, 18. Mai 2026

09.15 Uhr, Saal J7SG, Landgericht Wuppertal: Übergriffe auf Mitarbeiterin am Arbeitsplatz in Wuppertal
Ein 30-jähriger Mann aus Mülhheim an der Ruhr soll in Wuppertal als Vorgesetzter sexuelle Übergriffe auf eine Mitarbeiterin begangen haben. Dafür soll er betriebliche Weihnachtsfeiern benutzt haben. Die Staatsanwaltschaft strebt Freiheitsstrafe von mehr als vier Jahren an und bringt den Fall vor das für schwere Straftaten zuständige Landgericht Wuppertal. Fortsetzungstermin. Letzter bekannter Termin.
 


Berichte

Warum diese Rubrik? Hier erhalten Anwältinnen und Anwälte, Gerichtsangehörige und Interessierte freien, unverfälschten Zugang zu meinen Gerichtsberichten aus Wuppertal. Sie finden chronologisch aufgelistet die Manuskriptversionen meiner Artikel, wie ich sie geschrieben habe: klar und vollständig, mit starkem Schutz der Persönlichkeitsrechte für alle Beteiligten.

Dieses Angebot ergänzt die redaktionelle Arbeit der Zeitungen, mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeite, und stellt keine Konkurrenz dar. Es ist vielmehr ein Service für die Insider, die mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei den Geschichten suchen, die sie betreffen. So können Sie die Texte in meiner Version lesen und meine Arbeit verstehen.

Ich freue mich über Ihr Interesse.

Schlag bei Polizeikontrolle: Angeklagter Mann nimmt Hafturteil an

31. März 2026. Der 25-Jährige hatte in Solingen vor den Polizisten wegzulaufen versucht und um sich geschlagen, um sich zu entziehen. Grund dafür war, dass er mit Haftbefehl wegen früherer Taten gesucht wurde. Nach einer Verhandlung vor dem Amtsgericht Solingen verlangte er eine zweite Verhandlung vor dem Landgericht Wuppertal und musste schließlich einsehen: Es bleibt bei acht Monaten Freiheitsstrafe, der er in Haft absitzen soll. Er kann sich Therapie für Drogen- und Alkoholsucht selbst organisieren und eine Finanzierung über Versicherungen klären, um doch noch in Freiheit bleiben zu dürfen.


Heroin für 3600 Euro verkauft: Landgericht verurteilt suchtkranken Angeklagten zum Entzug

31. März 2026. Der 55-jährige Mann aus Remscheid hat bestätigt, von 2023 über drei Monate täglich Kleinabnehmer in der Stadtmitte und in Güldenwerth versorgt zu haben. Darunter war eine Frau mit bürgerlichem Hintergrund, die zusammen mit ihrem Mann konsumierte. Für den Angeklagten wechseln sich seit 30 Jahren stabile Phasen in Arbeit mit Rückfällen ab, berichtete ein Gerichtspsychiater.


Nach Kindesmissbrauch: Landgericht verurteilt Angeklagten zu fünf Jahren Haft

26. März 2026. Der 38-Jährige hat gestanden, in Solingen an zwei Kindern einer früheren Partnerin sexuelle Handlungen ausgeführt zu haben. Das soll geschehen sein, während sie ihn besuchten oder er bei der Familie übernachtete. Ein Mädchen soll durch Depressionen schwer belastet sein. Über die Therapie für ihren ebenfalls betroffenen Bruder sagte eine Betreuerin aus: Er habe extrem mit Angst und Ekel zu kämpfen gehabt.


Schulden unter Bekannten führten zu Raubversuch

20. März 2026. Auslöser der Tat in Solingen soll ein zufälliges Treffen an einem Supermarkt an der Grünewalder Straße gewesen sein: Ein 25-jähriger Mann habe einem Bekannten einen Elektroschocker vorgehalten und ihn geschlagen, um vermeintliche Schulden einzutreiben. Die Polizei kam wegen eines anderen Einsatzes dazu und der Angeklagte floh ohne Beute. Vor dem Landgericht Wuppertal geht es für ihn nun um mögliche Freiheitsstrafe ohne Bewährung.


Prozess um Kokain-Lieferungen: Angeklagte wollen aussagen

16. März 2026. Nach einem Prozess 2024 über Drogenhandel in Velbert überwachte die Polizei einen Pkw mit Peilsender - und entdeckte Fahrten mit Kokain und Marihuana für mehr als 180.000 Euro. Die Ware soll von Holland nach Velbert und ins Ruhrgebiet gekommen sein. Nun muss sich ein 73-jähriger Mann vor dem Landgericht Wuppertal verantworten, der gefahren sein soll. Neben ihm auf der Anklagebank sitzt ein 35-Jähriger, der ihn laut Vorwurf von einem zweiten Auto aus durch Vorausfahren absicherte. Der Jüngere war für andere Taten bereits zu Haft verurteilt, hatte aber die mehr als vierjährige Freiheitsstrafe noch nicht antreten müssen. Ein Auftraggeber aus dem Ausland habe die Taten gesteuert, sagt die Staatsanwaltschaft.


Nach judenfeindlichen Texten im Internet: Angeklagte Frau nimmt Strafe an

11. März 2026. Die Frau aus Solingen hatte Meldungen auf Facebook und in einer öffentlichen Gruppe auf Telegram weitergeleitet. Darin wurden verschwörungstheoretische Schriften über Juden empfohlen. Im Landgericht Wuppertal nahm sie ihren Einspruch gegen ein Urteil des Amtsgerichts Solingen zurück. Sie muss nun 2400 Euro Strafe zahlen, ihre Einkünfte als dauerhaft Erkrankte von gut fünf Monaten.


38-Jähriger gesteht Missbrauch von Kindern einer früheren Partnerin

09. März 2026. Der Mann gab vor dem Landgericht Wuppertal zu, in Solingen zwei Kinder einer früheren Partnerin mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Anfangs habe er die Übergriffe nachts begangen, während sie bei ihm schliefen oder er die Familie besuchte. Später seien Taten tagsüber dazu gekommen. Anschließend entschied das Gericht, dass die inzwischen jugendlichen Kinder nicht mehr zur Aufklärung aussagen brauchen. Zu ihrem Schutz wurde weitgehend die Öffentlichkeit ausgeschlossen.


Nach Zufallsfund: Angeklagter gesteht Kokainhandel in Solingen

05. März 2026. Die Polizei hatte einen anderen Verdächtigen verfolgt und entdeckte an der Solinger Foche eine Wohnung mit Kokain für 10.000 Euro. Aufgeteilt ergäbe es mehrere tausend Portionen. Ein 22-jähriger Solinger bestätigte, er sei zu Besuch gewesen und habe gewollt, dass der Wohnungsmieter die Drogen für ihn versteckt. Dieser Mann sitzt nun neben ihm auf der Anklagebank im Landgericht Wuppertal. Laut der Staatsanwaltschaft belasten die Beweise auch ihn. Sie strebt mehrjährige Freiheitsstrafen an.


Freispruch in Prozess um Geldtransport-Raub: Zweifel überwiegen

26. Februar 2026. Eine 42-jährige Frau sollte sich laut Vorwurf an der Tat 2019 in Solingen beteiligt haben. Dabei wurde eine Geldlieferung zur Sparkasse am Fronhof beraubt; in einem ersten Prozess im Tatjahr verurteilte das Landgericht Wuppertal den Mann der Angeklagten und zwei weitere Personen. Die Belastung gegen die Frau reicht strafrechtlich nicht aus, urteilte nun dasselbe Gericht. Die Frau brach in Tränen der Erleichterung aus.


Gericht verschärft Strafe: Angeklagte versäumte Pflege für die schwerkranke Mutter

25. Februar 2026. Die 49-jährige Tochter aus Solingen soll für ein Jahr und neun Monate in Haft. Sie hatte die Betreuung für die erkrankte Mutter übernommen. Als die nach einem Beinbruch und vor dem Hintergrund von Demenz die grundlegende Pflege zurückwies, legte die Tochter ihr feuchte Tücher und Einmalwindeln in Reichweite. Ein Notarzt entdeckte 2024 ihren verschmutzten und wundgelegenen Zustand. Sie war bereits an ihren Erkrankungen verstorben. Der Vorsitzende Richter stellte fest: "Es ist ein Bild der Hilflosigkeit."



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Zuletzt geändert am 07. März 2026