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Gerichtsinsel - Nachrichten aus dem Justizzentrum Wuppertal

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Landgerichtsgebäude von 1854. Foto: Dirk Lotze
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Ausgewählte Sitzungen im Gerichtszentrum Wuppertal, Eiland


Nachrichten-Ticker

Nach Ringkampf mit Schiebetür: Ladeneinbrecher (25) muss zwei Jahre ins Gefängnis

Einen schief gelaufenen Einbruch in einen Wuppertaler Lebensmittel-Discounter vom 24. Dezember 2018 hatten Anwohner sogar von ihren Fenster aus gefilmt und ins Internet gestellt. Laut Urteil des Schöffengerichts war der Angeklagte voll schuldfähig, seine Taten durchorganisiert. (Vorsitz: Richterin Barbara Bittner)
Bericht im Newsletter - (Mittwoch, 19. Juni 2019, 7.30 Uhr)

Drogen-Ermittler: Mögliche Kronzeugen-Aussage "versandete"

Landgericht, Heroin- und Kokainfund bei Gast einer Elberfelder Bar. Der 37 Jahre alte Angeklagte wurde im Dezember 2018 aufgegriffen. Er soll nach der Festnahme als möglicher Kronzeuge zwei Wuppertaler Heroin-Lieferanten benannt haben. Montag (17. Juni 2019) befragte das Gericht einen Kriminalpolizisten, ob dazu ermittelt wurde. Der Beamte ließ die Frage schlicht unbeantwortet. Er kommentierte, es sei um weit verbreitete Namen gegangen: "Das ist irgendwie im Sand verlaufen." Nach Telefonnummern der Händler, die in der Akte stehen sollen, fragte den Zeugen niemand mehr. Der vorsitzende Richter stellte im trockenen Ton klar: "Der Angeklagte hat die Leute beschrieben und gesagt, in welchen Lokalen sie sich aufhalten sollen." Urteil gegen den 37-Jährigen: Viereinhalb Jahre Gefängnis und Einweisung in eine Entziehungsklinik, nach vollem Geständnis zu seinen eigenen Taten. Nicht rechtskräftig. Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre beantragt. (6. Strafkammer)
(Montag, 17. Juni 2019, 11.45 Uhr)

Steuerbetrug in Millionenhöhe: Staatsanwaltschaft muss weiter ermitteln

In einem der landesweit größten Prozesse um mutmaßliche Steuerhinterziehung und Sozialbetrug am Bau über geschätzt 36 Millionen Euro muss die Staatsanwaltschaft Wuppertal umfangreich zusätzlich ermitteln. Die sechs Beschuldigten bleiben auf freiem Fuß. Das hat das Oberlandesgericht in Düsseldorf entschieden. Ein Behördensprecher erläuterte zum Beschluss des zuständigen 4. Strafsenats: "Die Tatvorwürfe müssen noch weiter individualisiert und umgrenzt werden. Das erfordere noch in ganz erheblichem Umfang Ermittlungen mit ungewissem Ausgang."
(Mittwoch, 12. Juni 2019, 14.00 Uhr)

Brandstiftung: Angeklagte bestreiten Vorwürfe

In einem Fall um Brandstiftung in Remscheid bestreiten die Angeklagten (23, 63) die Vorwürfe. Sie sollen alkoholisiert auf einem Feld bei Lennep Strohballen niedergebrannt haben. Der Ältere habe bei einer Auseinandersetzung im Dezember 2018 einem 73 Jahre alten Passanten eine Schreckschuss-Pistole vor den Kopf gehalten. Der jüngere Mann soll teils angetrunken nicht angemeldete und nicht versicherte Autos gefahren haben, ohne eine Fahrerlaubnis zu besitzen. Das Amtsgericht will am 27. Juni 2019 weitere Zeugen hören und voraussichtlich am selben Tag sein Urteil verkünden.
Bericht im Newsletter - (Donnerstag, 6. Juni 2019, 16.00 Uhr)

Großprozess um Kokainschmuggel: Landgericht verschiebt Starttermin

Im Fall um einen mutmaßlich internationalen #Kokain-Kurierdienst plant das Landgericht um gut drei Wochen um. Der #Großprozess soll nun am 28. Juni 2019 im Justizzentrum am Eiland beginnen. Die sieben Angeklagten im Alter zwischen 29 und 63 Jahren sollen Kokain und Amphetamin aus den Niederlanden nach Wuppertal gebracht und dort zwischengelagert haben. Laut Anklage lieferten sie schließlich weiter nach Dänemark, Schweden, in die Schweiz, nach Italien und Österreich. Ursprünglich wollte die 3. Große Strafkammer die Verhandlung am 5. Juni 2019 beginnen.
(Freitag, 31. Mai 2019, 17.00 Uhr)

Betrug mit Liebesfalle: Anzeigen von Banken brachten Ermittler auf die Spur

In einem Fall um mutmaßlichen Betrug mit Liebesfalle war es das Landeskriminalamt, das fragwürdige Überweisungen über fast eine Viertelmillion Euro vom Konto einer Firma in #Velbert aufdeckte. Ein Finanzermittler berichtete im Landgericht: ?Uns lagen #Verdachtsanzeigen mehrerer Banken vor.? In einem Fall sollte sogar ein nicht existierender LKW bezahlt worden sein. Der 43 Jahre alte Angeklagte soll über das Internet eine Beziehung zu einer Angestellten des geschädigten Unternehmens aufgebaut und ihr Liebe vorgetäuscht haben. Er ist verheiratet und Familienvater. Laut Anklage brachte er die Frau dazu, ihm elfmal hohe Beträge vom Firmenkonto zu überweisen. Das Geld habe er für fragwürdige Auto-Exportgeschäfte verwendet. (8. Strafkammer)
(Freitag, 24. Mai 2019, 14.00 Uhr)

Prozess um Betrug mit Liebesfalle: Angeklagter (43) schweigt

Der verheiratete Angeklagte soll sich als angeblicher Liebhaber und Lebenspartner in das Leben einer Velberter Angestellten (37) geschlichen haben, damit sie 250.000 Euro vom Konto ihres Arbeitgebers an ihn überweist. Er wehrt sich gegen zwei Jahre und acht Monate Haftstrafe ohne Bewährung. Die Staatsanwaltschaft greift das Urteil als viel zu milde an. (8. Strafkammer)
Bericht im Newsletter - (Mittwoch, 22. Mai 2019, 16.00 Uhr)

Prozess um Messerattacke: Angeklagter (59) beruft sich auf Erinnerungslücke

Zum Prozessbeginn um eine gefährlichen Messerattacke auf offener Straße in Solingen Wald berief sich der 59 Jahre alte Angeklagte auf eine Erinnerungslücke. Sein Anwalt erklärte: ?Er sagt, es sei, als ob ihm jemand ?den Stecker raus gezogen? hat.? Der Angeklagte soll am 17. Dezember 2018 eine gleichalte Bekannte mit einem Jagdmesser schwer verletzt haben. Er habe sich eine Beziehung gewünscht, die Frau habe abgelehnt gehabt.
(Dienstag, 21. Mai 2019, 15.00 Uhr)

25-Jähriger gesteht Missbrauch einer früheren Kollegin

25 Jahre alter Angeklagter gesteht in der Berufung sexuellen #Missbrauch an einer früheren Kollegin. Er habe sie bei der Arbeit in #Solingen unter Druck gesetzt, während beide Auszubildende waren: Anhand der Hierarchie im Unternehmen habe er über sie zu bestimmen. Er könne sie bei Vorgesetzten anschwärzen. Die Frau habe schließlich sexuelle Handlungen an ihm vorgenommen, wie verlangt. Der Angeklagte zahlte die Hälfte von 5000 Euro Wiedergutmachung im Saal an die Frau. Er ist nicht vorbestraft und erhält nun eine Bewährungs-Chance. Zwei Jahre Haft braucht er nicht zu verbüßen. Die Frau verließ zeitweise bitter weinend den Saal, weil sie anscheinend die Verhandlung kaum ertrug. 11. Strafkammer.
(Dienstag, 21. Mai 2019, 11.00 Uhr)

Remscheider (20) gesteht Raubüberfälle, 13-Jähriger sei Mittäter gewesen

Ein 20 Jahre alter Angeklagter aus #Remscheid hat bewaffnete und maskierte #Raubüberfälle auf eine Tankstelle, einen Lebensmittel-Discounter und zwei Minderjährige zugegeben. Mittäter sei ein #13-Jähriger gewesen. Der darf nicht bestraft werden und sagte als Zeuge aus. Prozess vor dem Landgericht #Wuppertal wird fortgesetzt (4. Strafkammer). #strafunmündig
Bericht im Newsletter - (Montag, 20. Mai 2019, 13.00 Uhr)

Messerattacke: 25 Jahre alter Angeklagter erhält Bewährungsstrafe

Nach einer #Messerattacke auf einen mutmaßlichen nächtlichen Ruhestörer (23) verurteilte das Landgericht einen 25 Jahre alten Angeklagten aus #Solingen zu zwei Jahren Bewährungsstrafe. Das Gericht bestellte einen Bewährungshelfer. Das Opfer erlitt gefährliche Stiche und berichtete, weiter unter den Folgen zu leiden. Landgericht #Wuppertal
Bericht im Newsletter - (Montag, 20. Mai 2019, 12.00 Uhr)


Gerichtsinsel-Infos

banner2.jpg: 1024x256, 85k (26. Mai 2019)

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Zuletzt geändert am 26. Mai 2019