Gerichtsinsel
| Landgerichtsgebäude von 1854. Foto: Dirk Lotze |
Terminauswahl
Freitag, 6. März 2026
09.15 Uhr, Saal J7SG, Landgericht Wuppertal: Versuchte Brandstiftung und Angriff mit einem Messer in Wuppertal
Ein 34-jähriger Mann aus Wuppertal soll versucht haben in einem Wohnhaus Feuer zu legen, das er mit bewohnte. Darüber hinaus geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass er einen Mann mit einem Messer angegriffen hat, um ihn zu verletzen. Der 34-Jährige soll durch eine Erkrankung schuldunfähig gewesen sein. Deshalb muss das Landgericht prüfen, ob er in eine geschlossene Klinik eingewiesen werden muss. Prozessbeginn. Ein weiterer bekannter Termin.
11.00 -14 Uhr, Saal J12SG, Landgericht Wuppertal: Corona-Soforthilfe für insolventes Unternehmen in Haan
Ein Mann aus Haan soll während der Coronavirus-Pandemie für sein Unternehmen Soforthilfe beantragt und erhalten haben, obwohl er bereits zuvor insolvent war. Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft ihm vor, er habe an seinem Auto ein fremdes Zulassungsiegel angebracht, um eine ordnungsgemäße Zulassung vorzutäuschen. Unter Einbeziehung einer weiteren Verurteilung geht es für ihn um 20 Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung, die das Amtsgericht Mettmann gegen ihn ausgesprochen hat. Dagegen beantragt er eine neue Verhandlung vor dem Landgericht Wuppertal. Ohne Fortsetzung.
Montag, 9. März 2026
09.30 -15.3 Uhr, Saal J4SG, Landgericht Wuppertal: Verdacht des sexuellen Missbrauchs von Kindern in Solingen
Ein 38-jähriger Mann soll in Solingen an Tochter und Sohn seiner damaligen Partnerin sexuelle Handlungen vorgenommen haben. Dabei sollen beide Kinder im Schulalter gewesen sein. Darüber hinaus soll er die Mutter der Kinder bedroht haben, er werde sie nach seiner Haftentlassung aufsuchen, wenn sie bei ihrer Anzeige bleibe. Die Staatsanwaltschaft bringt die offiziellen Vorwürfe vor das für schwere Straftaten zuständige Landgericht Wuppertal. Prozessbeginn. Fünf weitere bekannte Termine.
Berichte
Warum diese Rubrik? Hier erhalten Anwältinnen und Anwälte, Gerichtsangehörige und Interessierte freien, unverfälschten Zugang zu meinen Gerichtsberichten aus Wuppertal. Sie finden chronologisch aufgelistet die Manuskriptversionen meiner Artikel, wie ich sie geschrieben habe: klar und vollständig, mit starkem Schutz der Persönlichkeitsrechte für alle Beteiligten.
Dieses Angebot ergänzt die redaktionelle Arbeit der Zeitungen, mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeite, und stellt keine Konkurrenz dar. Es ist vielmehr ein Service für die Insider, die mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei den Geschichten suchen, die sie betreffen. So können Sie die Texte in meiner Version lesen und meine Arbeit verstehen.
Ich freue mich über Ihr Interesse.
Nach Zufallsfund: Angeklagter gesteht Kokainhandel in Solingen
05. März 2026. Die Polizei hatte einen anderen Verdächtigen verfolgt und entdeckte an der Solinger Foche eine Wohnung mit Kokain für 10.000 Euro. Aufgeteilt ergäbe es mehrere tausend Portionen. Ein 22-jähriger Solinger bestätigte, er sei zu Besuch gewesen und habe gewollt, dass der Wohnungsmieter die Drogen für ihn versteckt. Dieser Mann sitzt nun neben ihm auf der Anklagebank im Landgericht Wuppertal. Laut der Staatsanwaltschaft belasten die Beweise auch ihn. Sie strebt mehrjährige Freiheitsstrafen an.
Freispruch in Prozess um Geldtransport-Raub: Zweifel überwiegen
26. Februar 2026. Eine 42-jährige Frau sollte sich laut Vorwurf an der Tat 2019 in Solingen beteiligt haben. Dabei wurde eine Geldlieferung zur Sparkasse am Fronhof beraubt; in einem ersten Prozess im Tatjahr verurteilte das Landgericht Wuppertal den Mann der Angeklagten und zwei weitere Personen. Die Belastung gegen die Frau reicht strafrechtlich nicht aus, urteilte nun dasselbe Gericht. Die Frau brach in Tränen der Erleichterung aus.
Gericht verschärft Strafe: Angeklagte versäumte Pflege für die schwerkranke Mutter
25. Februar 2026. Die 49-jährige Tochter aus Solingen soll für ein Jahr und neun Monate in Haft. Sie hatte die Betreuung für die erkrankte Mutter übernommen. Als die nach einem Beinbruch und vor dem Hintergrund von Demenz die grundlegende Pflege zurückwies, legte die Tochter ihr feuchte Tücher und Einmalwindeln in Reichweite. Ein Notarzt entdeckte 2024 ihren verschmutzten und wundgelegenen Zustand. Sie war bereits an ihren Erkrankungen verstorben. Der Vorsitzende Richter stellte fest: "Es ist ein Bild der Hilflosigkeit."
Geldbotin schildert Albträume nach Raubüberfall
20. Februar 2026. Die Endfünfzigerin wurde im Keller einer Bank überfallen, wo sie mit einem zweiten Mann Geldautomaten auffüllen sollte. Dabei war der Kollege ohne ihr Wissen Hintermann des Raubs von 524.000 Euro. Die Ehefrau dieses Mannes ist nun als eine der Räuberinnen angeklagt und bestreitet, vor Ort gewesen zu sein. Die Geschädigte sagte im Landgericht Wuppertal aus. Eine maskierte Frau habe ihr auf dem Rücken gesessen und ihr trotz Verletzungen und Schmerzen "sei leise" zugeflüstert. Nach der Tat habe sie eine Therapie gebraucht und den Job gewechselt, um ihre Gewalterfahrung zu überwinden.
Prozess um 500.000-Euro-Raub: Angeklagte Frau bestreitet, am Tatort gewesen zu sein
19. Februar 2026. Bei der Tat 2019 in Solingen wurden Sicherheitsleute überfallen, die am Fronhof Geldautomaten auffüllen sollten. Die nun angeklagte 42-Jährige soll bei dem Überfall dabei gewesen sein, für den ihr Mann, ihre Schwester und ein weiterer Täter verurteilt wurden. Dem Landgericht Wuppertal erklärte die nun Angeklagte: "Ich war zu Hause, bei meinen Kindern."
Übergriffe auf zwei Auszubildende: Landgericht verschärft Strafe für Angeklagten
17. Februar 2026. Der 47-Jährige hat in Solingen an zwei Frauen, deren Ausbilder er war, nacheinander sexuelle Übergriffe begangen. Vor dem Amtsgericht Solingen bestritt er zunächst die Vorwürfe, aber vor dem Landgericht Wuppertal gestand er. Viel zu spät, urteilten die Richterinnen und Richter. Inzwischen hätten sich schwere Folgen im Alltag bei den Geschädigten festgesetzt. Die 20 Jahre jüngeren Frauen hatten sich nach den Vorfällen bei einem anderen Arbeitgeber kennengelernt und sich zur Anzeige entschlossen, obwohl sie den Mann fürchteten.
Missbrauchsvorwurf im Bekanntenkreis: Hafturteil gegen angeklagten Mann
13. Februar 2026. Ein 49-jähriger Mann aus Solingen hat Teile des Vorwurfs über sexuellen Missbrauch eines Mädchens aus seinem Bekanntenkreis gestanden. Das Landgericht Wuppertal sieht anhand der Aussagen aber alle Anklagepunkte als erfüllt an und spricht drei Jahre Freiheitsstrafe aus. Er soll die Taten in seiner Familienwohnung begangen haben, bis das Opfer sich im Frühjahr 2023 der Mutter anvertraute. Das Kind habe ihr Vertrauen in ihre Umgebung verloren, stellten die Richterinnen und Richter fest. Deshalb gebe es keine Bewährung für den Angeklagten.
Gericht verschärft Strafe für Angeklagten wegen Naziparolen
12. Februar 2026. Der 44-jährige Mann aus Solingen hat gestanden, auf offener Straße im Streit vor einem Gegner "Sieg Heil" und "Heil Hitler" gerufen zu haben. Das Amtsgericht Solingen verhängte Geldstrafe; für die Staatsanwaltschaft reichte das wegen Vorstrafen nicht aus. Dem schloss sich das Landgericht Wuppertal an. Er muss nun Bewährungsauflagen einhalten und seine Alkoholsucht stationär behandeln lassen.
Schmuggelfahrt mit Schlangenlinien auf der A3: Landgericht schickt 45-Jährigen für vier Jahre in Haft
04. Februar 2026. Der Mann hat gestanden: Sein Hintergrund sind lange Kokainabhängigkeit und hohe Schulden. Durch die gefährliche Fahrt habe er Geld für weitere Drogen bekommen wollen.
Fremder Roller demontiert: Gericht bestätigt Urteil nach DNA-Spur an Werkzeug
02. Februar 2026. Auf einem Parkplatz in Velbert vermisste ein Rollerfahrer Motor und Reifen von seinem Gefährt, das Helmfach war aufgebrochen. Im Gras lag eine Rohrzange. An deren Griffen fand die Spurensicherung die genetischen Fingerabdrücke des Angeklagten. Anzunehmen, dass jemand anders das Werkzeug dort liegen ließ, sei "abenteuerlich", urteilte das Landgericht Wuppertal - und verhängte mehr als 2000 Euro Geldstrafe gegen den arbeitslosen Mann. Er bestreitet die Tat.
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