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Blockupy mobilisiert 1000 Demonstranten in Düsseldorf

Blockupy mobilisiert
1000 Demonstranten in Düsseldorf

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Transparente vor dem Laden-Zentrum Kö-Bogen zeigen Bilder aus der Produktion von Unterhaltungs-Elektronik.

Düsseldorf. Gesperrte Kaufhauseingänge, schwarz-rote Fahnen über den Einkaufsstrecken der Innenstadt – am Samstag rief das links-politische Bündnis Blockupy zum Aktionstag am Rhein auf. Rund 1000 Demonstranten aus angeschlossenen Gruppen wurden in Düsseldorf erwartet, am Nachmittag versammelten sich 300 von ihnen um das Luxus-Ladenzentrum Kö-Bogen.

Dem Bündnis ging es um eine Vielzahl von Anliegen, wie unterbezahlte Arbeitsverhältnisse im Einzelhandel und unfairen Handel mit Erzeugerländern. „Wir wollen eine Stadt, in der alle gerne und gut leben können – unabhängig von Status und Einkommen“, erklärte die Interventionistische Linke.

Vor dem Apple Store prangerten Transparente ausbeuterische Produktionsbedingungen in der Elektronik-Industrie an. Aktivisten klebten an die Schaufenster von Modegeschäften rosa Aufkleber: „Cool, aber tödlich.“ In asiatischen Textilfabriken kämen Mitarbeiter bei der Arbeit zu Tode. Die hiesigen Mode Marken seien mitverantwortlich.

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'More Sex, less clothes' - Eine Frau beschriftet den Boden im Einkaufszentrum Kö-Bogen.

Bennie (32) aus Düsseldorf-Flingern verteilte – wie viele seiner Mitstreiter - Info-Zettel an Passanten: „Apple und Primark sind mir ein großes Anliegen, die schlechten Arbeitsbedingungen in der Produktion. Bei mir hat es mit 15 Jahren angefangen, dass ich mich gefragt habe: Wo kommen die Sachen eigentlich her? Wer macht das? In Düsseldorf gibt es eine aktive Szene, die sich das nicht länger bieten lässt, die darauf aufmerksam machen will. Nachher geht es weiter am Flughafen. Düsseldorf ist einer der größten Abschiebe-Flughäfen Deutschlands. Da geht es um Deportation von Asylsuchenden.“

Nach Informationen aus Teilnehmerkreisen wurde eine Person vorübergehend festgenommen. Während der Demonstrationen kam es zu ausgedehnten Behinderungen des Auto- und Straßenbahnverkehrs in der Düsseldorfer Innenstadt.

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Besucher des Hofgartens beobachten die Demonstration und den Polizeieinsatz bequem von Parkbänken aus.

17. Mai 2014. Text und Fotos: Dirk Lotze


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Zuletzt geändert am 25. Mai 2014